Was ist ein Datensatzhändler?

Autor: Redaktion am: 2011-09-02

Bei einem Datensatz handelt es sich um eine Ansammlung von wichtigen und sensiblen Informationen. Im Marketing sind diese Datensätze immer mit Kundenanschriften oder Kundenkontakten versehen. In den meisten Fällen handelt es sich um Kundenkontakte, hinter denen ein großes Interesse oder Kaufpotential vonseiten der Kunden existiert. Datensatzhändler haben sich auf genau diese Art von Datensätzen spezialisiert und können diese sammeln und an Interessenten verkaufen.

Ein Datensatzhändler besitzt ein komplettes Netzwerk an Datensätzen und bereits generierten Kundenkontakten oder Leads. Diese können nach einzelnen Interessensbereichen gegliedert sein. So gibt es beispielsweise spezielle Händler für Leads im Bereich der Versicherungen und Kredite. Als Kunde bei einem Datensatzhändler kann man selbst seine nicht benutzten oder ausgewerteten Leads verkaufen. Allerdings muss man sich in den meisten Fällen verpflichten, dass die Leads nicht gleichzeitig auf anderen Plattformen auftauchen. Die Leads werden meist zu einem Festpreis abgekauft und landen dann in der Datenbank der Datensatzhändler. Doch ein Händler kümmert sich nicht nur um Nachschub seiner Ware, er verkauft diese auch. Demnach kann man als Kunde bei einem Datensatzhändler auch diverse Kundenkontakte erwerben. Dabei werden qualifizierte Kundenkontakte zu bestimmten Themenbereichen oder Interessengebieten verkauft.

Im Netzwerk von einem Datensatzhändler können mehrere Tausend User registriert sein. Dabei bekommt man einen Zugang zur Datenbank, in der man selbst Statistiken durchführen kann. Hier finden sich alle Reklamationen, Rechnungen und Gutschriften, die eingesehen werden können. Außerdem bekommt man oftmals wöchentlich vom Datensatzhändler eine Abrechnung, welche teilweise sofort überwiesen wird. Die Datensatzhändler können selbst entscheiden, welche generierten Leads sie einkaufen wollen. Dabei spielt die Art und Weise, wie die Leads generiert worden, eine Rolle. Viele verzichten auf Massenmails oder Gewinnspiele, da es sich meist nicht um die relevantesten Leads für die Datensatzhändler handelt. Je nach Sparte kann die Möglichkeit bestehen, Leads nicht über Festpreise einzuliefern. Dann wird man auf Provisionsbasis vergütet und kann bei jedem erfolgten Verkauf oder bei einer erfolgten Aktion eine Gutschrift bekommen.



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