Tracking-Pixel

Autor: Redaktion am: 2011-09-02

Als Tracking-Pixel bezeichnet man eine in den meisten Fällen 1x1 Pixel große Grafik, die auf Webseiten oder in E-Mails mit HTML-Inhalt eingebaut wird.
Mit einem Tracking-Pixel lassen sich Besucherzahlen von Webseiten und Öffnungszahlen für versendete E-Mails ermitteln.

Tracking-Pixel lassen sich auf Grund ihrer geringen Größe leicht in z.B. Webseiten bzw. E-Mails integrieren und bleiben vom Besucher der Webseite oder durch den Leser der E-Mail meistens unentdeckt. Ein Tracking-Pixel funktioniert auf eine sehr einfache Art und Weise. Nehmen wir zur Erklärung eine Webseite als Beispiel.
Stellen wir uns vor, dass auf einer Webseite ein Tracking-Pixel versteckt wurde. Wenn nun jemand diese Webseite besucht, wird der Tracking-Pixel von dem Server auf dem er liegt heruntergeladen.
Der Server, auf dem der Tracking-Pixel liegt, registriert den Downloadvorgang und schaltet seinen Zähler um eins hoch. So kann der Betreiber der Webseite sehen,
wie viele Nutzer die Webseite besucht haben und vor allem, wann.

Diese Technik funktioniert beim Versenden von E-Mails auf die gleiche Art und Weise, wobei der Grafik-Download bei HTML-Mails meistens nicht automatisch vom E-Mail Programm ausgeführt wird.
Aus Sicherheitsgründen lädt das E-Mail Programm die Grafiken nicht selbständig herunter, sondern weist den Empfänger lediglich darauf hin, dass die E-Mail Grafiken enthält, die extra aus dem Web heruntergeladen werden müssen. Durch die Vergabe von direkten IDs beim E-Mail-Versand lässt sich genau nachvollziehen, welcher Empfänger die E-Mail geöffnet hat und welcher nicht.
Die Integration von Tracking-Pixeln in eine E-Mail ermöglicht jedoch auch weitaus mehr, als nur das Erfassen von Öffnungsraten.
Durch den Versand eines Tracking-Pixels per E-Mail kann der Versender prüfen, ob die E-Mail-Adresse noch gültig ist, erfassen ob und wann die E-Mail geöffnet wurde, das Betriebssystem des Empfängers identifizieren und die IP-Adresse des Empfängers ermitteln.
Natürlich lässt sich die Funktionalität von Tracking-Pixeln einschränken bzw. verhindern.
Speziell in Sachen E-Mail bietet es sich an, E-Mail Programme zu verwenden, die HTML nicht unterstützen bzw. E-Mails mit HTML-Inhalt nicht anzeigen.
Des Weiteren gibt es für die meisten Webbrowser Zusatzprogramme, mit denen Tracking-Pixel erkannt werden und mit denen die Verbindung des Tracking-Pixels zu seinem Server blockiert werden kann.
Insgesamt sind Tracking-Pixel eine gute Möglichkeit, um die Klickraten für eigene Webseiten oder versendete Werbemails zu erfassen und das ohne das sich der Benutzer/Empfänger dadurch gestört oder belästigt fühlt... Denn er bekommt es ja nicht mit.

Verwendung im Affiliate-Marketing:
Ein Tracking-Pixel kann mit diversen IDs und Sub-IDs versehen werden. Mit diesen IDs ist es im Bereich des Affiliate-Marketings möglich, zurückzuverfolgen welcher Affiliate wen durch seine Werbemails geworben hat und ggf. was der geworbene Kunde an Waren gekauft, bzw. an Dienstleistungen in Anspruch genommen hat, bzw. in Anspruch nehmen möchte.
Der Merchant kann so genau nachvollziehen, welcher Affiliate ihm welche Erträge eingebracht und hat so die Möglichkeit, entsprechende Provisionen an seine Affiliates auszuschütten.

Natürlich werden im Bereich des Affiliate-Marketings Daten in den Netzwerken übertragen. Welche Daten der Merchant am Ende des Werbeprozesses in seinem Netzwerk sieht, hängt davon ab, ob ihm die Werbekampagne selbst gehört, oder ob er, quasi als Agentur, die Werbung für einen Auftraggeber übernimmt. Schauen wir uns den ganzen Vorgang mal etwas genauer an.
Der Merchant möchte ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung bewerben lassen und lässt seinen Affiliates entsprechende Informationen zukommen.
Vorab legt der Merchant die Rahmenbedingungen für die Werbung fest -> Welche Werbemittel dürfen benutzt werden und welche nicht. Die Affiliates beginnen nun mit der Werbung, die z.B. durch Werbemails, Werbebanner oder Pop-Ups erfolgen kann. Ein Kunde, dem die Werbung bzw. das Produkt zusagt, wird nun auf einer Webseite des Affiliates seine persönlichen Daten eingeben. Diese Daten landen nun im Netzwerk des Merchants. Welche Daten des Kunden der Merchant nun sieht hängt wie schon angesprochen davon ab, ob die Werbekampagne dem Merchant selbst gehört, oder ob der Merchant die Werbung für einen Auftraggeber leitet. Ist der Merchant quasi der Eigentümer der Werbekampagne, so bekommt er alle Daten angezeigt (Anschrift, Telefonnummer usw.), die der Kunde auf der Webseite des Affiliates eingegeben hat und durch welchen Affiliate der Kunde geworben wurde.
Fungiert der Merchant jedoch als Agentur für eine dritte Person, so wird ihm im Netzwerk auch wieder der Affiliate angezeigt, durch den der Kunde geworben wurde. Was die eingegebenen Daten des Kunden betrifft, so wird dem Merchant in diesem Fall nur die E-Mail-Adresse des geworbenen Kunden angezeigt. Alles in allem kommt es also letztendlich beim Anzeigen der Kundendaten darauf an, ob der Merchant auf eigene Rechnung arbeitet, oder ob er für andere die Leitung des Werbeprogramms übernimmt.



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